Ein aufgeklappter Laptop, ein Mann ist auf dem Bildschirm zu sehen. Neben dem Laptop liegt ein Aktenordner. Er ist mit mehreren Weltkugeln beklebt. Im Hintergrund ist ein Kopierer und eine Monstera Pflanze zu sehe.
Foto: Katja de Bragança

Zoom mit Stas

18.6.2025 Zoom mit Stas, 11:00 Uhr

(kdb, gedankenprotokoll) Stas und Katja haben heute um 10:00 Uhr ein Zoom Treffen gehabt.

Wir haben über vieles gesprochen.

Unter anderem auch über die Frage, ob das Thema Klimakatastrophe in der Ukraine zur Zeit im Bewusstsein der Menschen ist.

Wie sind wir darauf gekommen?
Es ist klar, Stas sagt das, dass im Moment das Thema Krieg an vorderster Stelle im Bewusstsein aller Menschen in der Ukraine ist. Bei manchen ist es noch die Sorge um ihre Familie, um ihr Leben, ihre Gesundheit, ihrer Arbeit. Viele junge Freunde von Stas sind auch an der Front. Da ist es völlig klar, dass die Menschen sich mit dem Thema Klima erst zweitrangig beschäftigen. Wenn überhaupt.

Viele Menschen trennen auch kein Müll. Im Kiewer Atelier normalno haben sie aktuell darüber gesprochen. Mülltrennung ist wichtig.

Es gibt Menschen, die in der Ukraine auf den Straßen den Müll sammeln und trennen: Papier, Glas, Aluminium. Diese Struktur hat sich ergeben. So sagt es Stas, nicht organisiert vom Staat, sondern eine organische Entwicklung der Gesellschaft.

Da ist uns beiden klar geworden, dass es nicht sich um Müll handelt, sondern um Wertstoffe.

Stas hat auch gesagt, dass obwohl für ihn das Thema Krieg an vorderster Stelle steht, dass er und seine Frau Katya zusammen den Komposthaufen im Garten pflegen, das ist ihnen wichtig.

Da musste ich an meine Gedanken von gestern denken. Ich hab mich gefragt: macht es überhaupt Sinn, den Komposthaufen zu pflegen, mich um die 3 Wurm Hotel zu kümmern, Müll zu trennen darauf zu achten, dass ich weniger Verpackung produziere oder kaufe, wenn es aktuell solche großen Kriegszonen gibt? Mir war dann klar, dass es sich immer lohnt.

 

Denn wenn ein Indigene Bevölkerung in einem Dorf in einem Urwald lebt, die machen auch ihren Alltag so weiter. Und haben keine Ahnung vom Gazastreifen oder Ähnliches.

 

Der Stas sagte, das Klima Thema ist manchen Menschen wirklich im Bewusstsein in der Ukraine. Das zur Zeit dort ein Ökozid an ihrem Land stattfindet. Die ganzen Drohnen mit ihren Batterien, die ganzen Sprengstoffe der Waffen, all das verseucht die Erde und ruiniert das Land jetzt und für die Zukunft. Daher ist das alles ein Thema. Und wichtig.

Es war inspirierend mit ihm zu reden darüber. Zumal wir im Klimaprojekt auch darüber sprechen wollen.

Der nächste Workshop beschäftigt sich z.B. mit einem Repair Café. Dinge gemeinsam reparieren statt sie wegzuwerfen. Dann muss man sie erstens nicht neu kaufen und zweitens wird das Material wieder verwendet.

Im anschließenden Zoom Treffen mit Insa wurde mir klar, dass es wichtig ist, nicht mehr von Abfall zu sprechen, sondern von Wertstoffen, wertvolle Materialien, die uns auf der Erde zur Verfügung stehen – in begrenzter Menge.

Da sind wir auch bei dem, was Anna-Lisa letztes sagte in dem Film zum Thema „Boden“ Ausstellung: es gibt kein Planet B. Darüber müssen wir unbedingt noch mal eine Meldung machen auf unserer Seite.