See·gras·wiesen bestehen aus vielen See·gräsern.
Das sind Pflanzen mit Blättern, Blüten und Wurzeln.
Sie wachsen unter Wasser.
Es gibt verschiedene Arten von See·gräsern.
See·gräser wachsen im Salz·wasser.
Also zum Beispiel in der Ostsee oder im Watten·meer.
See·gras·wiesen gibt es auf fast allen Kontinenten der Welt.
Aber nicht in der Ant·arktis.
See·gras·wiesen wachsen immer in der Nähe von Küsten.
Sie haben wichtige Aufgaben:
Kohlen·dioxid ist ein Gas.
Die Abkürzung ist CO2.
Die Pflanzen nehmen das CO2 aus dem Wasser auf.
So bleibt das CO2 in den Blättern und Wurzeln.
See·gras·wiesen brauchen nicht viel Platz.
Aber sie speichern sehr viel CO2.
Das ist gut für das Klima.
In den See·gras·wiesen leben viele verschiedene Tiere.
Zum Beispiel
Ringel·würmer
Muscheln
Schnecken
See·sterne
See·pferdchen
kleine Fische
Diese Tiere können sich gut zwischen den Blättern verstecken.
So können Raub·fische sie nicht fressen.
Viele Fische legen ihre Eier auf den Blättern ab
oder unter den Blättern.
So sind die Fisch·eier gut geschützt.
See·gräser sind auch ein wichtiges Futter.
Meeres·schild·kröten und See·kühe fressen viel See·gras.
Diese Tiere leben zum Beispiel vor der Küste von Australien
oder an der Küste von Ost·afrika.
Und das machen sie so:
Die See·gräser nehmen über die Blätter und Wurzeln Schwer·metalle auf.
Das sind giftige Stoffe.
Die Schwer·metalle sind dann nicht mehr im Wasser.
Oder:
Die langen Blätter von den See·gräsern machen das Wasser langsamer.
Schlamm oder Pflanzen·reste sinken auf den Boden.
Und das Wasser ist sauber.
Die See·gräser stehen sehr dicht neben·einander.
Und sie bewegen sich mit dem Wasser.
Dadurch bremsen sie die Wellen ab.
Die Wurzeln von den See·gräsern halten den Sand
und alte Pflanzen·reste sehr fest.
Die See·gras·wiesen sind wie eine Schutz·mauer
bei einem Sturm.
So werden die Küsten geschützt.
See·gräser brauchen viel Licht zum Wachsen.
Deshalb brauchen See·gräser flaches und klares Wasser.
Aber das Meer ist oft ver·schmutzt.
Zum Beispiel durch Mikro-Plastik.
Das Wasser im Meer wird immer wärmer.
Aber See·gräser können bei über 25 Grad nicht mehr so gut leben.
Algen mögen warmes Wasser.
Sie wachsen dann besonders gut.
Für die See·gräser sind die vielen Algen ein Problem.
Es kommen weniger Sonnen·strahlen auf den Meeres·boden.
Die See·gräser können nicht mehr so gut wachsen.
See·gras·wiesen gibt es in der Nähe von Küsten.
Aber an den Küsten wird viel gebaut.
Es gibt neue Straßen oder Häuser.
So verändern sich die Küsten.
Manchmal benutzen die Menschen so·genannte Schlepp-Netze
beim Fischen.
Diese Netze machen die See·gras·wiesen kaputt.
See·gras·wiesen müssen gesund sein.
Nur dann können sie CO2 speichern
und ein wichtiger Lebens·raum für Tiere sein.
An manchen Küsten gibt es nicht mehr so viele See·gras·wiesen.
Deshalb versuchen Menschen, neue See·gräser zu pflanzen.
Das Titelbild hat der Künstler Takashi Sonoda gemalt.
Jana Brandes hat den Text geschrieben.
Andrea Halder, Martin Weser und Paul Spitzeck haben den Text gelesen und verstanden.