Ein Musezmsraum mit hellgrauem Boden. Von der Decke hängen unzählige Glühbirnen. Rechts hinten ist der Durchgang zum nächsten Raum.
Foto: Katja de Bragança

100 Minuten WEtransFORM

18.7.2025
(kdb) Lieber Sven Sappelt,
heute bekommen Sie nur eine kurze E-Mail von mir:
Ich hatte gestern das Glück, eine spezielle Führung zu erhalten, sie dauerte 100 Minuten. Vielen, vielen Dank dafür.
Es war inspirierend, informativ und in zahlreichen Momenten auch sehr persönlich.
Es ist ein großes Thema. Man muss sich die Zeit nehmen, alles zu verarbeiten.
Mir gehen noch so viele Dinge durch den Kopf. 
In Gedanken stelle ich Ihnen dann doch noch die ein oder andere Frage. Manche Dinge tauchen erst Stunden später auf!

Ich denke, ich melde mich ausführlicher, hoffentlich schon in der kommenden oder übernächsten Woche.

Und hier doch noch eine Bitte:
könnten Sie mir doch die sinnvollen Kontaktdaten von Stefan Diez schicken? Dann muss ich nicht den Umweg über sein Büro und so weiter nehmen.
Ich hoffe ja, dass wir es hinbekommen, ihn zu interviewen, vor seiner riesigen Installation zwischen den Museen – bevor die Pflanzen verwelkt sein werden.

Und die zweite Bitte für heute ist:
könnten Sie mir den Namen des Fotografen senden, der die Fotos in Bhutan gemacht hat?Und was meinen Sie, dieses Foto an der Wand mit dem Mann, der das Holz zieht, wäre das ein Foto (Exponat) für das Thema Regenwald? Ich bin mir da noch nicht so ganz sicher.
Aber es gefällt mir sehr, sehr gut. Und ich möchte es unbedingt irgendwie unterbringen!

Für heute herzliche Grüße, ich hoffe,
dass Sie ein schönes Wochenende haben werden:

Katja de Bragança

*****

(kdb) Gestern, am 17. Juli 2025, war ich um 11:00 Uhr mit Dr. Sven Sappelt im Foyer der Bundeskunsthalle verabredet verabredet. Er ist Kurator der Ausstellung WEtransFORM.

Wir sind zusammen 100 Minuten durch die Ausstellung gegangen und er hat mir natürlich viel erzählen können. Wir haben nach Motiven gesucht, die für das Klima Leicht Erklärt Team verständlich umgesetzt werden können während eines Interviews. Das ist gar nicht so einfach. Aber ich glaube, dass wir einen Schritt weitergekommen sind.

Wir könnten uns zum Beispiel mit dem Thema Perspektivwechsel beschäftigen. In dem Gewächshaus, geht es um das Thema „Parlament der Pflanzen“. Ich kann mir gut vorstellen, dass zum Beispiel Paul gerne darüber nachdenkt, wie eine Pflanze in die Welt blickt. Und was sie sich für Rechte wünscht.

Im nächsten Raum ging es um das Thema Lehmbau. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Allerdings bräuchten wir dafür einen Workshop mit echtem Leben, nicht nur Theorie.

Dann ging es um das Thema alte Gebäude weiter nutzen, umbauen und nicht neu bauen. Auch hier kann ich mir gut Paul vorstellen, sein Thema ist ja in Entsiegelung. Und Beton.

Als Nächstes sprachen wir auch über die Viertel in Madrid, die jetzt inzwischen begrünt sind. Ohne Autoverkehr. Das ist das Thema „dritter Ort“. Ich bin gespannt, ob wir darüber auch werden sprechen können.

Natürlich haben wir auch über Kreislaufwirtschaft gesprochen, natürliche Kreisläufe, künstliche Kreisläufe. Und über zeitgemäße neue Formen des Bauens. Zum Beispiel selbst gemachte Wände aus Hanf.

Ich könnte jetzt stundenlang weiter schreiben, werde aber jetzt versuchen meine Gedanken zu sortieren und Ideen zu entwickeln für ein mögliches Interview mit Sven Sappelt.

Ihm liegt daran, dass die Ausstellung Wirkung zeigt. Uns geht es ja ähnlich. Wir wollen erreichen, dass sich endlich mal was tut. Wo ist der größte Hebel?!

Vielleicht wird sich eine kleine Kooperation ergeben. Die Wirkung zeigt.